09 Mai Düsseldorfer Dragons zu stark für Schlusslicht Münster
Rugby Tourists verlieren 7:30 im Kampf gegen die rote Laterne
Ein durchaus wichtiges Spiel stand den Rugby Tourists Münster am Samstag bevor, ging es doch mit Düsseldorf gegen den direkten Konkurrenten darum, wer die Regionalliga-Tabelle am Ende als Letzter abschließt. Trotz der sportlichen Brisanz stand zuvor aber der Sportsgeist im Vordergrund. Was war passiert? Da der Verband aus Mangel an Unparteiischen keine:n Schiedsrichter:in für das Spiel angesetzt hatte, einigten sich beide Teams darauf, dass Düsseldorfs Co-Trainerin Stephanie Schwarz die Partie leitet. Das beiderseitige Vertrauen zahlte sich aus, die Spielleitung war tadellos und so konnte eine Spielabsage umgangen werden.
Sportlich betrachtet war das Duell von Beginn an auf Augenhöhe. Während die Düsseldorfer in den Standardsituationen die Nase vorn hatten, konnten die Münsteraner sich Vorteile im offenen Spiel erarbeiten. Einzig die Punkteausbeute war bei den Düsseldorfern effizienter. Ein Versuch und ein verwandelter Straftritt führten Mitte der ersten Hälfte zu einer 0:10 Führung für die Gäste. Yannick Wurm verpasste vom Kicking-Tee den Anschluss per Straftritt, ehe Nachwuchstalent Tiger Jacobs fünf Minuten vor dem Seitenwechsel nach starker Einzelleistung im Malfeld ablegen konnte. Wurm erhöhte zum Halbzeitstand auf 7:10.
Aus Sicht der Rugby Tourists war in Hälfte eins mehr drin. Und wie so häufig rächte sich die mangelnde Chancenverwertung im zweiten Spielabschnitt. Durch die Dominanz der Dragons in Gasse und Gedränge war die Heimmannschaft kaum mehr im Ballbesitz. Zusätzlich konnten die Gäste ab Minute 50 neue Impulse von der Bank bringen, während Münster auf keinerlei Wechsel zurückgreifen konnte. Folgerichtig schraubten die Düsseldorfer das Ergebnis durch drei weitere Versuche und einen erfolgreichen Straftritt auf den Endstand von 7:30 hoch.
Für die Rugby Tourists steht damit der letzte Tabellenplatz bereits fest. Im letzten Saisonspiel am 16.05. um 14 Uhr werden nochmals alle Kräfte mobilisiert, um im Heimspiel gegen den Lokalrivalen Wiedenbrück eine versöhnlichen Saisonabschluss zu finden.